Preview: DET@CHI

…oder: Brandon Marshall, das Slant-Monster.

Der Slant ist eine der variabelsten Passrouten überhaupt. Einen Slant gegen eine NFL-Defense zu rennen ist eine Kunstform für sich, die wenige so gut beherrschen wie Brandon Marshall. In diesem Eintrag will ich zeigen, wie die Bears Brandon Marshall und den Slant einsetzen, um die Mitte des Feldes mit hochprozentigen Pässen zu attackieren, was den Lions Montag Nacht echte Probleme bereiten könnte.

Im Spiel gegen die Jaguars rannten die Bears folgendes Play zu Marshall mehrmals:

Marshall rennt besagte Slant-Route und der Tight End wird auf einem Seam upfield geschickt, eine sehr geschickte Routenkombination, wie sich gleich herausstellen wird. Die Jaguars zeigen einen konventionellen Cover-2-Look, der sich nach dem Snap bestätigen wird.:

Die beiden Cornerbacks decken die Flats, während sich die Linebacker um die Hook-Zonen in der Mitte des Feldes kümmern.
Kein optimaler Look für den Slant, aber mit einem gut platziertem Wurf und gutem Playdesign trotzdem eine hochprozentige Geschichte.

Nach dem Snap wird deutlich, warum der Seam von Tight End Matt Spaeth die perfekte Ergänzung zu der nach innen brechenden Route von außen ist:

Der Linebacker in der äußeren Hook-Zone (gelber Kreis oben) muss ein paar Meter mit dem Tight End downfield gehen, bis er ihn dem Safety in der tiefen Zone übergeben kann, dies schafft Platz für Marshalls Slant (blauer Bereich unten):

Der Cornerback ist aus dem Play raus, er hat in der Mitte des Felds nichts zu suchen. Der nächste Gegner, der Marshall nach dem Catch gefährlich werden kann, ist also erst der Middle Linebacker (roter Kreis). Alles was es nun noch fehlt, ist ein präziser Pass von Cutler in den blauen Bereich (unten):

Nach dem Catch ist kein Gegner näher als 5 Yards an Marshall (gelber Kreis) dran (weisse Pfeile). Genug Platz für ihn, um aus den fünf Yards Raumgewinn acht, neun oder zehn Yards zu machen.

Nur um zu unterstreichen, dass dieses Play ein festes Konzept innerhalb der Bears-Offense ist, hier noch einmal Screenshots aus dem zweiten Quarter. Gleiches Play, gleiche Coverage, gleiches Ergebnis.

In diesem Fall ist sogar noch mehr Platz für Marshall vorhanden nach dem Catch, da die Jaguars einen Linebacker geblitzt hatten.

Die Lions sollten sich auf dieses Slant-Konzept vorbereiten, wenn sie in der Nacht zum Dienstag in Soldier Field antreten müssen. Ihr Problem: Sie sind sowieso nicht gerade mit den besten Coverage-Linebackern ausgestattet und werden sich in der Mitte des Feldes vor allen Dingen auch auf das zweiköpfige Monster Forte/Bush konzentrieren müssen.

Mein Tipp: besonders in Short-Yardage Situationen, wenn die Lions die Gaps mit den Linebackern dicht machen müssen, auf den Marshall-Slant achten. Allerdings haben die Bears gegen die Jags schon gezeigt, dass sie auch bei 1st & 10 und sieben Mann in Coverage nicht davor zurückschrecken.

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Eine Antwort zu “Preview: DET@CHI

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