Three Step Drop #1

An dieser Stelle will ich mehr oder weniger regelmäßig drei Gedanken festhalten. Nicht mehr als unausgereifte Gedanken, daher auch der Name Three-Step-Drop. Bei einem Three-Step-Drop gibts auch keine Zeit zum überlegen. Ball kriegen, drei Schritte und raus damit. Diese „Kolumne“ wird locker aus der Hüfte geschossen und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder (sport)politische Korrektheit. Quasi die fleisch(text)-gewordene Antithese zu Peter Kings berühmt-berüchtigem „Monday Morning Quarterback“. Aber nun genug der Worte, los gehts:

1) Auf die Bank mit dem Rotschopf, lasst den Pryor ran, Raiders!

Die Saison der Raiders ist vorbei, machen wir uns nichts vor. Drei Siege gegenüber acht Niederlagen sprechen eine deutliche Sprache. Schluss, aus, vorbei. Was könnten die Raiders in den letzten fünf Spielen von Carson Palmer noch anderes sehen als die schon langweilig gewordenen Interceptions in Double Coverage? Nichts? Was könnten die Raiders in den letzten fünf Spielen von Terrelle Pryor sehen? Von 1,98 m, 104 kg, 4,42 Sekunden-auf-40-Yards Terrelle-freaking-Pryor? So einiges, denke ich mir. Und selbst wenn er sich nicht als Kaepernik-eske Rettung der Schwarz-Silbernen erweist, könnte man auf Basis des Gesehenen eine Umschulung auf Tight End/Receiver einleiten und sich nach einem richtigen Franchise-QB umsehen. Eine gute Analyse von Teams, die ihre kostspieligen Fehler noch kostspieliger machen, indem sie eine „Ich-hab-dafür-bezahlt-das-bleibt-jetzt-so“-Logik anwenden liefert Frank DuPont in seinem wundervollen Buch „Game Plan„. Wir sind also bereits über den Punkt hinaus, wo es noch Entschuldigungen für ein solches Verhalten gibt. Also rein mit dem Jungen, Dennis Allen!

2) Fünf Minuten Ruhm für Josh Freeman

Russell Wilson, Robert Griffin III, Andrew Luck sind „talk of the town“ der NFL-Tratschtanten. Auch die Gebrüder Manning und übliche Verdächtige wie Aaron Rodgers oder Tom Brady können sich vor Lob kaum retten und sind den ganzen Tag damit beschäftigt, sich den Honig abzuwaschen, der ihnen von den Medien permanent ums Maul geschmiert wird. Einer, der das mindestens genau so verdient hätte, aber kaum erwähnt wird ist der Quarterback der Tampa Bay Buccaneers, Josh Freeman. Besser gesagt, jemand der Mal Josh Freeman hiess. Der diesjährige Josh Freeman ist nämlich kaum wiederzuerkennen. 15 Pfund leichter, genauer, ruhiger, touchdown-iger. Der lustige Glücksbärchi mit den Pausebacken vom offiziellen NFL-Foto gehört der Vergangenheit an, schlank, rank, blitzschnell und gefährlich mischt dieser Junge im medialen Schatten von Doug Martin die NFL auf. Die Zahlen sehen gut aus, aber nicht großartig. Wer ihn aber letztes Jahr spielen gesehen hat und mit diesem Jahr vergleicht, sieht aber: Das ist ein anderer Josh. Obs an Vincent Jackson liegt?

3) Fullbacks not dead!

Auch wenn ich als Freund des gepflegten Downfield-Passing-Games bekannt bin, war ich heute erfreut folgendes bei Kevin Seifert, dem NFC North-Blogger von ESPN.com zu lesen: Minnesota Running Back Adrian Peterson ist mit Fullback weitaus effektiver als ohne, und zwar um einiges. 7,2 Yards pro Lauf mit Fullback stehen 3,3 Yards pro Lauf ohne Fullback gegenüber, was durchaus bemerkenswert ist. (Drittvariablenkontrolle durch Leser in den Kommentaren ausdrücklich erwünscht!) Dass die Position Fullback vom Aussterben bedroht sei, ist  sowieso eines meiner größten „Pet Peeves“ wenn es um die NFL geht und diese Zahlen waren Balsam für meine Ohren, oder Augen, oder was auch immer.

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Eine Antwort zu “Three Step Drop #1

  1. Dennis Allen scheint unseren Blog zu lesen…

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