Regel-Ecke #12

Heute: geplante Regeländerungen zur Saison 2013

Alljährlich trifft sich das NFL Competition Committee und erarbeitet Regeländerungen, die ab der nächsten Saison angewandt werden sollen (Änderungen während der Saison sind verboten). Diese Änderungsvorschläge werden den Teambesitzern auf deren alljährlichem Treffen vorgelegt. Die „Owner“ stimmen darüber ab und die Regel wird eingeführt, sofern 3/4 der Teams der Änderung zustimmen.

Im Folgenden werde ich kurz die geplanten Regeländerungen vorstellen und eine kurze Bewertung dazu abgeben:

1. Die „Jim-Schwartz-Regel“: Zukünftig werden Plays auch dann per Videobeweis überprüft, wenn der Coach regelwidrig eine rote Flagge wirft. Bisher führte das Werfen der roten Flagge bei Plays die automatisch überprüft werden (Turnovers, alle Plays mit Punktgewinn,…) dazu, dass das Play nicht mehr überprüft wird. Wird künftig verbotenerweise die rote Flagge geworfen, verliert das Team ein Timeout (oder wird mit einer 15 Yard-Strafe belegt, falls keine Timeouts mehr da sind).

Bewertung: Richtige Entscheidung! Für Jim Schwartz und seine Lions kommt die Regeländerung etwas zu spät. Nichtsdestoweniger muss verhindert werden, dass solche Plays künftig als Touchdowns durchgehen. 

2. Spielersicherheit bei Field-Goals: Bei einem Field-Goal Versuch dürfen künftig auf keiner Seite des Snappers mehr als sechs defensive Spieler aufgestellt werden. Zudem dürfen defensive Spieler ihre Teamkollegen nicht über die Line drücken und der Long Snapper wird zum schutzlosen Spieler („defenseless player“).

Bewertung: Naja… Zustimmend stehe ich der Verbesserung der Situation des Long Snappers gegenüber. Dieser steht halb im Spagat und sollte in Ruhe gelassen werden. Das sogenannte „overloads“ (viel mehr Spieler auf einer Seite beim FG-Versuch) quasi verboten werden ist jedoch schade. Die bereits geringe Anzahl geblockter Field-Goals dürfte noch weiter sinken.

3. Die Tuck-Rule wird abgeschafft.

Bewertung: Halleluja! Der Quarterback wird endlich wieder ein bisschen mehr zum Menschen.

4. Tight Ends und Runningbacks (HB) dürfen die Trikotnummern 40-49 tragen.

Bewertung: Laaaaangweillig!

5. Spielersicherheit (Brain-Cushing-Rule): Verboten werden sogenannte „Peel-Back-Blocks“ innerhalb der Tackle Box. Offensive Spieler dürfen somit nicht mehr tief blocken, wenn sie in Richtung der eigenen Endzone unterwegs sind und den defensiven Spieler von hinten oder von der Seite blocken.

Bewertung: Wichtige Regeländerung! Solche Blocks führen, falls durchgeführt, nicht selten zu schweren Verletzungen. Bisher waren sie nur außerhalb der „Pocket“ verboten, nun auch innerhalb. Wer sich Texans Linebacker Brian Cushing (der bestimmt kein Weichei ist) nach diesem Block anschaut, weiß warum es wichtig ist.

6. Spielersicherheit: Ballträger dürfen nicht mehr mit dem oberen Teil des Helmes absichtlich einen Gegenspieler rammen, wenn sie sich außerhalb der Tackle Box befinden (sehr frei übersetzt!).

Bewertung: Die letzte vorgeschlagene Änderung und gleichzeitig (zurecht!) auch die umstrittenste. Abwägen muss man zwischen Spielersicherheit und einer doch recht grundlegenden Veränderung des Spiels. Die alte Runningback-Devise (oder auch Receiver, die nach weiteren Yards eifern,) „Kopf runter und durch“ um noch ein paar Inches mehr zu erlangen würde somit – zumindest im offenen Feld – der Vergangenheit angehören. Auch bin ich mir nicht sicher, ob man durch eine solche Regeländerung nicht gleichzeitig den Runningback einer größeren Gefahr aussetzt, da er sich nun weniger effektiv vor starken Hits schützen kann. Viele Spieler, Owner und Funktionäre haben schon Widerstand angekündigt. Schaun ma mal… 

Fazit: Einigen sehr sinnvollen Regeländerungen stehen neben unbedeutenden auch sehr umstrittene gegenüber. Die NFL-Familie darf gespannt sein, wie die Clubbesitzer entscheiden werden.

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4 Antworten zu “Regel-Ecke #12

  1. Dass die sogenannte Schwartz-Rule abgeschafft wird,ist absolut richtig! Die Tatsache, dass jeder im Stadion und an den Tv-Schirmen gesehen hat, dass hier kein regulärer Touchdown erzielt wurde (zur Erklärung: Spieler war mit Knie am Boden, steht aber auf und läuft in die gegnerische Endzone, Coach Schwartz fordert in der Aufregung eine Challenge, was er aber nicht darf, da jeder Touchdown sowieso angeschaut wird. Durch das Werfen der Red Flag wird aber das Ansehen annulliert, der nicht regelkoform erzielte Touchdown trotzdem als regulär gewertet und die Mannschaft noch dazu mit einer 15 Yards Strafe bestraft.) hat wohl dazu geführt, diese völlig unsinnige Regel abzuschaffen.

  2. ich finde, dass die letzt Änderung den gravierendsten unterschied ausmacht. ein adrian peterson könnte nie über 2k yards laufen wenn er nicht auch andere spieler wegrammen dürfte, absoluter schwachsinn dei änderung

  3. Pingback: Vor der NFL-Saison 2013/14 | Sideline Reporter·

  4. 1 Program you’r planting of crops to coincide whenever you can log onto your farm to reap them. dceakedfddgf

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