Three Step Drop: Meine persönlichen Lieblingsspieler im Draft (Offense)

Donnerstag ist es endlich soweit, die erste Runde des NFL Draft. Ich bin richtig heiss drauf, auch wenn mich der Beginn meiner eigenen Saison von großer Draft-Vorberichterstattung abgehalten hat. Im folgenden will ich zum einstimmen drei Jungs vorstellen, auf die ich mich am meisten freue, sie ab September in der NFL spielen zu sehen.

An anderen Stellen der deutschsprachigen Football-Blogosphäre wurde tiefgehendere Arbeit geleistet, wer also durch diesen Mini-Artikel Blut leckt, kann sich bei korsakoff, Roman oder auch Christian sehr gerne bis über den letzten Siebtrunden-Safety informieren. Den deutschen Björn Werner lasse ich hierin mal außen vor, er hat ja schon seinen ganz eigenen Artikel gehabt in der Vergangenheit.

1) Tavon Austin, Receiver, West Virginia

Elektrisch. Austin ist das, was Kollege korsakoff vom Sidelinereporter einen „Irrwisch“ nennt. Egal ob als Receiver, Running Back oder Returner, mit dem Ball in der Hand ist dieser gerade einmal 1,73m messende Ausnahmespieler eine echte Sensation, was sein 2012er-Highlight-Tape belegen dürfte:

Wo will ich ihn sehen: Logischerweise bei einem mir nahestehenden Team. Die Vikings haben in Percy Harvin gerade DEN Vorzeige-Irrwisch verloren und besitzen mit zwei Erstrundenpicks genug Feuerkraft, innerhalb der ersten Runde hochzutraden.

2) Eric Fisher, Offensive Tackle, Central Michigan

Fisher ist der beste Beweis dafür, dass manche Athleten beim All-Star-Zirkus nach der Saison und dem NFL Combine mehr zu gewinnen haben als andere. In der MAC-Konferenz dominierte Fisher zwar gegnerische D-Ends nach Belieben. Es waren allerdings MAC-Defensive Ends, von denen die wenigsten in der Zukunft an Sonntagen auf Quarterbacks gehen werden. So packte Eric Fisher in seinen Koffer für die Senior-Bowl Woche in Mobile, Alabama auch den berühmten „Chip on his Shoulder“ ein, um den Scouts und NFL-Teams zu beweisen, dass er nicht nur gegen die Rusher aus Toledo und Ball State aussehen, sondern mit den Besten der Besten mithalten konnte. Nichts anderes tat er.

Beim live auf NFL-Network übertragenen Senior Bowl-Training stach er mir zum ersten Mal ins Auge. Das hat weniger etwas damit zu tun, was für ein toller Talent-Evaluierer ich bin, sondern eher mit der Tatsache, dass gefühlte 95 % seiner Gegner in den klassischen 1on1 Drills (die eigentlich eher den Defensive Lineman bevorzugen) Bekanntschaft mit dem Kunstrasen machen durften. Eric Fisher sorgte dafür dass Superstars wie Alex Okafor oder Datone Jones in zwei Stunden öfter Granulat aus den Augenwinkeln fusseln mussten, als sie es jemals in ihrem Leben zuvor taten. Wer mir nicht glaubt und ein bisschen geeky unterwegs ist, kann sich einen Teil des Senior Bowl-Trainings hier ansehen:

Wo will ich ihn sehen: Bei einem Team mit VIELEN national übertragenen Spielen. Da ich die nächste Saison in Amerika verbringen werde, wäre es mir lieb, ihn bei einem guten, beliebten Team zu sehen. Es sieht im Moment allerdings eher schlecht für meinen Wunsch aus, da er als potentieller Top Ten Pick gilt.

3) Marcus Lattimore, Running Back, South Carolina

In einem Draft voller fähiger Running Backs ist Marcus Lattimore für mich auf zwei Ebenen herausragend. Auf der ersten Ebene wünsche ich es ihm einfach. Der Mann rehabbt sich gerade von seiner zweiten schweren Knieverletzung zurück und ist eine Seele von Mensch (Achtung, akute, subjektive, ESPN-Profile-Clip-gesteuerte Meinung):

Auf der anderen Seite ist Lattimore ein mehr als solider Running Back. „All the Tools“ sind vorhanden. Was ihm vielleicht fehlt ist Elite-Geschwindigkeit, aber das macht er mit sehr guten Receiving Skills an anderer Front wieder gut. An „Durability Issues“, also Verletzungsanfälligkeit glaube ich generell nicht… Noch weniger bei diesem Jungen. Wer die beiden Verletzungen inklusive der Spielsituationen gesehen hat, der wird bestätigen, dass hier auch die Kreuzbänder der angeblich verletzungsunanfälligsten NFL-Stars gerissen wären. Er war schlichtwegs zweimal zur falschen Zeit am falschen Ort.

Wo will ich ihn sehen: Bei einem Team, in dem er nicht die gesamte Last tragen muss, sondern sich vielleicht hinter einem etablierten anderen RB in einem Duo langsam von der Verletzung wieder in einen Groove spielen kann. Hauptsache er reiht sich hinter Adrian Peterson und Jamaal Charles in die Reihe der eindrucksvollen Kreuzband-Comeback-Running Backs ein.

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