Rons GFWTC-Log: 1 – „Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn – vielleicht“

Präambel: Ich habe den wenigen GFWTC-Teilnehmern ohne eigene Webseite angeboten, ihre Erklärungsartikel zur GFWTC hier auf Hard Count zu veröffentlichen. Der erste dieser Artikel ist dieser hier. Ron beschreibt sein Vorgehen bei der German Football Writers Teambuilding Challenge.Einen Überblick über sämtliche zur GFWTC verfasste Artikel erhaltet ihr hier. Ron geht in diesem Eintrag zunächst auf seinen Hintergrund als Fan ein, dann beschreibt er seine allgemeine Taktik und erklärt die ersten beiden Picks. Der nächste Teil bis zur aktuellen achten Runde folgt dann morgen.

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Wie ihr als geneigte Leser des hiesigen Footballblogs, oder der Blogs der anderen Teilnehmer, schon mitbekommen habt, versuchen sich hier einige verrückte Möchtergern-Footballexperten daran, aus der schier unendlichen Anzahl lebendiger Schwungmasse (im Zweifelsfalle auch Athleten oder Footballspieler genannt) eine Mannschaft mit 24 Akteuren auszusuchen, wobei diese auch möglichst noch taktisch in irgendeiner verworrenen Art und Weise zusammen passen sollen.

Was, da wusstet ihr schon, nun gut, dann tut es mir Leid schon mit den ersten Zeilen eure Zeit verschwendet zu haben. Wahrscheinlich fragt ihr euch eh, welche Berechtigung dieser Ron hat, sich in den erlauchten Kreis der deutschen Footballkenner zu begeben, zumal er nicht einmal einen eigenen Blog hat. Tja, kurz und knapp: KEINE! Und das ist auch das Gute daran. Hier durfte „fast jeder“ mitmachen, aber so sehr viele wollten wohl doch nicht. Ich für meinen Teil hingegen habe beschlossen, dass ich keine Angst davor habe, mich als Unwissender zu outen und dennoch bei dem ganzen Spaß dabei zu sein. Im Vergleich zu den anderen Koryphäen habe ich wohl bei weitem die geringste Footballerfahrung, sei es als Spieler ( ich trete lieber mit dem Fuß gegen das runde Leder) oder auch als Zuschauer bzw. Fan. Im Grunde schaue ich zwar schon seit den 90ern Football, als es noch Spielzusammenfassungen im Fernsehen gab und die NFL Europe (hatte sogar ein Rhein Fire Trikot), aber alles in relativ begrenztem Umfang. Seit 2002 habe ich dann eigentlich auch regelmäßig bzw. fast immer den Superbowl geschaut, aber wirkliches Wissen um das Spiel kann man bei so geringer Beschäftigung mit dem Sport eigentlich nicht anhäufen. So richtig intensiv verfolge ich die NFL erst seit den Playoffs 2012. Mein persönliches Interesse hat sich dann vor allem auf die New Orleans Saints und die Houston Texans fokusiert. In der letzten Saison habe ich dann alle Spiele der Saints, ein paar der Texans und weitere sowie alle Playoffspiele gesehen. Des weiteren den letzten beide Drafts sowie den letzten Combine. Ab und zu fahren wir auch mal nach Dresden um Spiele der Monarchs in der GFL zu sehen.
Die Folge: einiges an neuem, völlig nutzlosen Wissen um eine tolle Sportart, das jetzt hier (in naher Zukunft vielleicht auch in einigen Blogbeiträgen) rausgelassen werden soll.

Da mir dennoch einiges an Wissen gerade im taktischen Bereich fehlt, ist die Herangehensweise an dieses Projekt vielleicht eine etwas andere als bei den anderen „Experten“, die sich ausgerüstet mit 100 verschiedenfarbigen Textmarkern und allen Statistiken von 50 NFL-bezogenen Seiten an die Arbeit machen und gleich mal 500 Spieler in einer Stunde bewerten und ihr sogenanntes BigBoard aufstellen.
Für mich ergeben sich mit dem Projekt gleich mehrere Probleme:
1)    Was, du kennst doch nach so kurzer Zeit gar nicht so viele Spieler
2)    die meisten Spieler die du kennst, spielen in der Offense
3)    Taktiken, ich kenn doch keine Footballtaktiken, vielleicht 3-4 oder 4-3 in der Defense, aber mehr doch auch nicht
4)    ja, auch in der Offense gibt es verschiedene Taktiken
5)    du darfst keine Rookies draften, alle Spieler müssen mindestens 1 Saison als Profi gespielt haben
6)    und das allerschlimmste, es wurde von vornherein verboten Tim Tebow zu draften… (Anm. des Lektors: Du darfst sehr gerne Timmyboy draften, nur zu! Diese Regel existiert nicht!)

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich entschloss mich dazu, dass sich meine Offense rein taktisch gesehen an der Offense der New Orleans Saints orientieren soll, eventuell gepaart mit 2 starken Tight Ends. Also, Texte dazu gelesen, informiert und weiter geht’s. Was die Defense betrifft, so wollte ich ursprünglich eine 3-4 Defense spielen, in welcher in der Front drei große mächtige Passrusher spielen und die 4 Linebacker relativ ausgeglichen (2 starke Rusher, 2 die auch gut in Coverage) sind. Starke Corners und Safety will eh jedes Team.
Was heißt das nun für die Spieler und meine Draftreihenfolge? Nun für die Offense brauchte ich dementsprechend einen QB, der diese Art zu spielen auch umsetzen kann ( auch wenn die jungen QB die auch sehr gut laufen die Angriffsvarianten ihrer Teams vervielfachen, bin ich nicht ganz der große Freund davon). Ich brauche Receiver die gute Route Runner sind, ebenso auch mindestens einen Tight End, der dieses Kriterium erfüllt. Des weiteren benötige ich einen RB der ebenso ein gute Läufer wie auch ein guter Passfänger ist. Warum diese Vorraussetzungen? Damit ich alle diese Spieler in verschiedensten Positionen und Spielzügen einsetzen kann, z.B. den RB auch mal auf die Außen wo sonst ein WR steht. Was den Schutz meine QB angeht, so lege ich vor allem Wert auf die 3 Spieler im Zentrum. Der Mär, dass ein guter LT unverzichtbar ist, bin ich noch nicht ganz verfallen, zumal gute QB auch mit mittelklassigen LT klar kommen, wenn das Zentrum gut steht. Außerdem wird heutzutage ja vermehrt auch durchs Zentrum gerusht, nicht nur über Außen.
Wie oben schon erwähnt, in der Defense wären mir ebenso vor allem die 3 in der Front (NT und die 2 DE) wichtig gewesen und dann hätte ich nach und nach die LB und CB sowie S aufgefüllt.

Die grobe Marschrichtung ist vorgegeben, nun informieren wir uns doch mal über die unzähligen Spieler und wer auf seinen Positionen die angeblich Besten waren. Danach noch abgeglichen damit, ob sie die Vorraussetzungen für meine „Taktik” erfüllen und schon kann der Spaß losgehen.

1.Runde – Drew Brees, QB

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Hier habe ich natürlich auf einen Run auf die guten RB’s und WR’s gehofft, damit möglichst Brees (der für mich Option Nr.1 auf der Position war) oder Rodgers zu mir durchfallen. Und wenn ich richtig Glück hätte, würde eventuell auch JJ Watt so weit fallen. In diesem Fall hätte ich mich für JJ entschieden. Aber zumindest was Ihn betrifft war mir das Glück nicht holt, denn der wurde mit Pick 4 von Herrmann gleich mal rausgezogen. Aber wenigstens fiel mein Wunsch QB so weit, dass ich ihn in der ersten Runde gleich ziehen konnte.

2.Runde – Jimmy Graham, TE

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Zwei Picks vor mir zog Johny Aldon Smith raus, was für mich in dem Moment erst einmal bedeutete, dass ich ganz klar doch erst einmal auf TE-Jagd gehe. Daher entschied ich mich für Jimmy, der zwar in der letzten Saison nicht ganz so gut spielte, aber dennoch unbestritten einer der drei besten TE der Liga ist und für meine Offense erst einmal eine gute Grundlage bildet.

Morgen gehts weiter mit den Runden 3-8!

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Eine Antwort zu “Rons GFWTC-Log: 1 – „Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn – vielleicht“

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